Leserbrief – Initiative der SP – Kaufkraftinitiative
3. Juni – 29. Juli 2026
Die Gesundheitskosten verschwinden nicht
Die steigenden Krankenkassenprämien belasten viele Menschen massiv. Gerade der
Mittelstand spürt zunehmend, dass am Ende des Monats weniger im Portemonnaie
bleibt. Auch die hohen Mieten und allgemeinen Lebenshaltungskosten verschärfen
die Situation zusätzlich. Deshalb verstehe ich durchaus, weshalb die SP mit ihrer
Initiative die individuelle Prämienverbilligung im Kanton Schwyz erhöhen möchte.
Trotzdem bin ich überzeugt, dass dieser Weg der falsche ist.
Die Gesundheitskosten steigen seit Jahren ungebremst. Diese Kosten verschwinden
nicht einfach, nur weil ein grösserer Teil davon über Steuergelder statt über Prämien
bezahlt wird. Am Ende bezahlen wir alle, entweder über die Krankenkassenprämien
oder über höhere Steuern. Die entscheidende Frage ist lediglich, aus welcher Kasse
das Geld kommt.
Die hohen Prämien erzeugen heute wenigstens einen gewissen Druck auf Politik,
Versicherer, Leistungserbringer und weitere Akteure im Gesundheitswesen. Die
Bevölkerung ist immer weniger bereit, die stetigen Kostensteigerungen einfach
hinzunehmen. Genau dieser Druck ist wichtig, damit endlich ernsthaft über die
Kostentreiber gesprochen wird.
Wenn wir die Prämien künstlich abfedern oder faktisch deckeln, besteht die Gefahr,
dass dieser Druck nachlässt und die eigentlichen Probleme aus dem Blick geraten.
Statt nur Symptome zu lindern, müssten wir uns vielmehr fragen, wie die
Kostenentwicklung insgesamt gebremst werden kann. Dazu gehört auch eine
gewisse Eigenverantwortung jedes Einzelnen.
Darum stimme ich überzeugt Nein zur SP-Initiative.
Andrea Burtschi
Kantonsrätin Die Mitte, Schübelbach
